SEO vs. PPC – soll man für Suchmaschinenpositionierung bezahlen?

SEO vs. PPC – soll man für Suchmaschinenpositionierung bezahlen?

Möchten Sie Ihren Blog positionieren? Oder vielleicht organisieren Sie eine Konferenz und wollen, dass möglichst viele Leute Ihre Landing Page besuchen und sich für die Veranstaltung anmelden? Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten: kostenlos und bezahlt. Welche davon sollten Sie wählen? Wie immer kommt es auf die Situation an, aber wir versuchen heute, einen Überblick über beide Lösungen zu geben. Lassen Sie uns also einen Blick auf die organische Positionierung, bekannt als SEO, und die bezahlte Positionierung, bekannt als PPC-Werbung, werfen.

Was ist PPC?

Beginnen wir mit der bezahlten Option. PPC (Pay Per Click) ist ein Abrechnungsmodell, bei dem für jeden Klick auf Ihre Online-Anzeige eine Gebühr erhoben wird. Falls Sie eine Website positionieren möchten, besteht diese Anzeige aus einem Link zu der Seite und einer kurzen Beschreibung dessen, was der Besucher durch den Besuch der Seite gewinnt. Wenn Sie sich für PPC-Werbung entscheiden, zahlen Sie nur, wenn Nutzer darauf klicken, nicht für die Anzeige – das ist ein Vorteil. Der Nachteil ist jedoch, dass die Anzeige verschwindet, wenn die Kampagne endet.

Das bekannteste Beispiel für PPC-Werbung ist Google Ads. Wenn Sie einen Suchbegriff eingeben, an dem Sie interessiert sind (mit Suchmaschine ist Google gemeint), werden die beworbenen Ergebnisse als erstes angezeigt. Mit PPC können Sie auch gesponserte Beiträge und Anzeigen in sozialen Medien wie Facebook, LinkedIn oder Instagram kaufen.

Es lohnt sich, PPC zu wählen, wenn Sie nicht darauf warten wollen, bis die organische Positionierung „anspringt“, was bis zu mehreren Monaten dauern kann und viel Arbeit erfordert. Wenn Sie z. B. Ihren Blog ausschließlich durch das Schreiben von Artikeln mit den von Ihnen gewählten Keyword-Sätze positionieren wollen, müssen Sie damit rechnen, dass Sie lange auf Resultate warten müssen.

Bei Inhalten, die für PPC-Kampagnen erstellt wurden, sind die wichtigsten Dinge, die Google prüft, folgende:

 

  • die CTR (Click-Through-Rate) Ihrer Anzeige, die vom Titel und der Meta-Beschreibung abhängt, d. h. dem Text unter dem Link zur Landing Page;
  • die Qualität der Landing Page, auf die Ihre Anzeige führt – ob die Besucher auf der Seite Zeit verbringen, um nach Informationen zu suchen, oder sie sofort wieder verlassen (hohe Bounce Rate);
  • Preis pro Klick: bei Google Ads konkurrieren Sie mit anderen Werbetreibenden in einer Auktion (RTB-Modell, Real-time Bidding) – je höher der Preis pro Klick ist, den Sie für einen Link bieten, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie in den Ergebnissen weit oben erscheinen. Ab einem bestimmten Betrag pro Klick kann sich dies jedoch nicht mehr lohnen.

 

Wenn Sie sich für Pay-Per-Click-Werbung entscheiden, können Sie Ihre Inhalte durch die Einstellung vieler Zielgruppenkriterien bestimmen, wie z. B.:

 

  • Alter, 
  • Geschlecht, 
  • Ort, 
  • Sprache, 
  • Interessen, 
  • Branche, in der sie arbeiten,
  • Gerät, das sie benutzen.

 

Es ist auch erwähnenswert, dass Sie durch die Wahl des PPC-Modells leicht nachverfolgen können, wer auf Ihre Anzeige geklickt hat – Google stellt Ihnen die demografischen Daten Ihrer Zielgruppe zur Verfügung. Sie haben Zugriff auf alle Daten, die Sie für die Durchführung Ihrer Kampagne benötigen, sodass Sie die Ergebnisse verfolgen und Änderungen vornehmen können, um die conversion rate Ihrer Anzeige zu verbessern. Und wenn Sie feststellen, dass eine Kampagne nicht funktioniert, können Sie einfach ein paar Kriterien ändern und die Ergebnisse überwachen. Das ist der große Vorteil von PPC. Bei SEO ist ein solches Szenario unmöglich – Sie werden nicht wissen, was nicht funktioniert, bis Sie die Ergebnisse analysieren und Schlussfolgerungen ziehen. Und Sie werden erst nach langer Zeit Daten zur Analyse haben.

Im PPC können Sie Ihre Anzeige auch neu ausrichten, d.h. einer Gruppe erneut anzeigen, die bereits einmal mit Ihrem Unternehmen interagiert hat, z.B. Ihre Website besucht oder auf Ihre Anzeige geklickt hat. Man kann also nicht sagen, dass PPC eine einmalige Aktivität ist – schließlich kann Ihnen Ihre Remarketing-Datenbank noch lange nach dem Ende Ihrer Kampagne dienen!

PPC (Pay Per Click) ist ein Abrechnungsmodell, bei dem für jeden Klick auf Ihre Online-Anzeige eine Gebühr erhoben wird

Wann ist PPC am besten geeignet?

> Sie veranstalten in naher Zukunft ein Event und wollen dafür werben,

> Sie wollen mit Ihren Inhalten eine bestimmte Zielgruppe erreichen,

>Sie wollen Ihren Kunden ein zeitlich begrenztes Angebot für ein Produkt oder eine Dienstleistung machen,

> Sie wollen keine Zeit in die organische Positionierung Ihrer Website investieren,

>Sie wollen eine Gruppe von Empfängern schaffen, an die Sie Ihre Botschaft in nachfolgenden Kampagnen richten können (Remarketing).

Was ist SEO?

Die organische Positionierung oder SEO (Search Engine Optimization) ist ein Element des digitalen Marketings. Einfach ausgedrückt: durch eine Reihe von Maßnahmen, die keinen direkten finanziellen Aufwand erfordern, sorgen Sie dafür, dass Ihre Website bei Google besser platziert wird.

Wenn Sie Ihre Domain organisch, d.h. kostenlos, positionieren wollen, sollten Sie dafür sorgen, dass:

  • Ihre Seiten schnell laden,
  • Ihre Texte für den Leser nützlich sind,
  • Sie Schlüsselbegriffe in den Text eingefügt haben, die die Leser in die Suchmaschine eingeben werden,
  • Sie Ihre Texte optimiert haben: Titel und Überschriften, Meta-Beschreibungen oder Bilder sind hinzugefügt, interne Links (dies wird den Leser dazu einladen, andere Inhalte auf Ihrem Blog zu lesen) sowie externe Links (indem Sie die Quellen angeben, die Sie verwenden, zeigen Sie, dass Sie sich auf echte Daten verlassen)
  • Andere Seiten auf Ihre Domain verlinkt sind (Linkbuilding).

Um Ihre Website durch SEO gut zu ranken, brauchen Sie viel Zeit. Der Vorteil ist, dass Sie es selbst machen können und gute Ergebnisse erzielen. Sie werden die Effekte erst nach langer Zeit sehen, aber sie bleiben „für immer“ im Internet und verschwinden nicht wie bei bezahlter Positionierung. 

Wenn Sie eine gute SEO aufbauen wollen, müssen Sie sich um eine hohe Qualität Ihrer Inhalte kümmern – denn das ist es, was Google fördert – und um Backlinks. Letztere sind eingehende Links – wenn jemand Ihre Domain z.B. durch einen Link in seinem Artikel empfiehlt, erhalten Sie einen Backlink, was gut für die Positionierung Ihrer Website ist.

Es ist auch notwendig, relevante Schlüsselbegriffe in Ihren Inhalt aufzunehmen – solche, die Ihr Empfänger in eine Suchmaschine eingeben wird. Außerdem müssen Sie Bilder beschreiben, auf die lesefreundliche Gestaltung von Überschriften und die Länge von Absätzen achten.

Bei der Suchmaschinenoptimierung können Sie selbst dann, wenn Sie Ihr Bestes tun, um den Text zum besten der Welt zu machen, nicht sicher sein, dass er Leute auf Ihren Blog lockt oder Ihre Seite für die richtige Sätze ranken wird. Einfach ausgedrückt: Die Konkurrenz für die betreffenden Schlüsselbegriffe kann sehr stark sein, und trotz Ihrer besten Bemühungen werden Sie nicht auf der ersten Seite in Google erscheinen. Linkbuilding ist sehr wichtig – je mehr wertvolle Websites auf Ihre verlinken, desto besser für Ihre organische Positionierung bei bestimmten Schlüsselwörtern.

SEO-Spezialist arbeitet an einem Artikel im WordPress-Dashboard

Wann sollte man sich für SEO entscheiden?

 

  • Sie haben Zeit und denken langfristig – Sie wollen sich langsam eine gute Position für Ihre Website aufbauen,
  • Sie wollen ein Experte in Ihrer Branche sein, eine empfohlene Informationsquelle, auf die andere verweisen,
  • Sie wollen kein Geld für SEO ausgeben, das nur funktioniert, wenn Sie bezahlen,
  • Sie haben eine starke Domain mit vielen Websites, die auf sie verlinken,
  • Sie wollen den Traffic auf Ihrer Website erhöhen – Sie können ihn für Verkaufszwecke nutzen, denn der durch SEO generierte Traffic kann auf Produkt-Unterseiten umgeleitet werden, wo potenzielle Kunden Formulare ausfüllen
  • Sie wollen Marketing-Trichter aufbauen, die lange funktionieren, unabhängig davon, ob Sie in SEO investieren.

 

Ist SEO kostenlos?

Um es einfach auszudrücken: SEO ist kostenlos. Mit Hilfe kostenloser Tools können Sie Schlüsselbegriffe auswählen, die Sie später verwenden werden, oder Titel von Artikeln, die Sie schreiben werden. Sie können auch Ihre Texte kostenlos optimieren, zum Beispiel im WordPress-Cockpit. Mit ein wenig Aufwand und ohne Geld auszugeben, können Sie auch Backlinks erstellen, die Besucher auf Ihre Domain leiten.

Zusammenfassend: Wenn wir sagen, dass Sie kein Geld für SEO ausgeben müssen, meinen wir damit, dass Texte zwar „kostenlos“, d. h. ohne Bezahlung für Google, positioniert werden, aber das Erstellen und Optimieren vieler hochwertiger Inhalte kostet – bestenfalls – Ihre Zeit. Es ist jedoch fair zu sagen, dass Sie, wenn Sie wirklich gute SEO-Ergebnisse erzielen wollen, in die richtigen Tools investieren müssen. Die kostenlosen Versionen sind zwar nützlich, bieten aber nur eingeschränkte Funktionalitäten. In den kostenpflichtigen Versionen hingegen haben Sie Zugriff auf viele Funktionen wie Berichte, Site-Audit, Keyword-Explorer und vieles mehr.

Fazit: Wofür sollte man sich entscheiden und wann?

Das erste, was einem einfällt, ist: Sie haben Geld, aber keine Zeit – PPC; Sie haben kein Geld, aber Zeit – SEO. Manchmal ist es jedoch die beste Option, sich sowohl organisch zu positionieren als auch Anzeigen im PPC-Modell zu kaufen. Da Sie bei bezahlten Anzeigen sofort sehen können, was funktioniert und was nicht, können Sie dieses Wissen nutzen, um Ihre organische Positionierung zu verbessern. Wenn Sie sehen, welche Begriffe besonders klickenswert sind, können Sie diese in Ihren Blogbeiträgen oder Landing Pages hervorheben. 

Egal, ob Sie sich durch SEO oder PPC positionieren, denken Sie daran, dass Google nur qualitativ hochwertige Inhalte will – andere werden einfach nicht angezeigt. Die Qualität der veröffentlichten Inhalte wird von den Algorithmen von Google geprüft, die sich ständig weiterentwickeln und dadurch immer „intelligenter“ werden.

Wenn Sie auf der Suche nach bewährten Tools für die Durchführung bezahlter Kampagnen sind, sollten Sie sich Salesforce Marketing Cloud ansehen, wo Sie ganz einfach Kampagnen für Google Ads und soziale Medien erstellen können. Oder vielleicht möchten Sie Ihr Google Ads-Konto in Ihre Salesforce-Instanz integrieren, damit Sie einen vollständigen Überblick über die Effektivität Ihrer Kampagnen innerhalb der CRM-Plattform haben? In jedem der oben genannten Fälle, kontaktieren Sie uns!

 

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